Perspektive

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Unser Forschungsprojekt möchte fokussieren, inwiefern Erstsemesterstudierende Fremdheit erleben. Inwiefern allerdings Personen Fremdheit erleben, hängt auch mit den Wissens- und Handlungsordnungen von Fremdheit zusammen. Dabei verstehen wir Fremdheit als Moment, welcher im Alltag durch Interaktion innerhalb einer kulturellen Wissensordnung hergestellt wird. Was Fremdheit für einzelne Erstsemesterstudierende bedeutet, ist ausgehend von der Person und dem Kontext sehr unterschiedlich. Damit knüpfen wir an den Ansatz des doing strangeness while doing students im Anschluss an das doing difference-Konzept von West und Fenstermaker (1995) an. Fremdheit ist ein soziales, also vom Menschen geschaffenes Konstrukt. Fremdheit wird entlang unterschiedlicher Differenzdimensionen wie Alter, Milieu, Herkunft etc. hergestellt, die zur sozialen Inklusion und Exklusion führen können. 

Im Zuge des doing strangeness-Ansatzes und mit Blick auf das Forschungsprojekt gehen wir somit davon aus, dass die Erstsemesterstudierenden Fremdheit im aktiven „Tun“ im Setting der Universität herstellen.  Und: Wer oder was für Erstsemesterstudierende fremd ist, ist damit sehr unterschiedlich und wird durch die genannten Differenzdimensionen strukturiert.