Methode

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Um einen genauen Einblick in den Alltag der Erstsemesterstudierenden zu bekommen, wurde vor allem mit der teilnehmenden Beobachtung gearbeitet. Dies schaffte die Möglichkeit als Person direkt am Geschehen teilzuhaben und gleichzeitig eine gewisse Distanz zu bewahren, welche für die Bearbeitung unseres Forschunsgegenstandes wichtig ist. Außerdem lassen sich so Hintergründe der Handlungen von den Studierenden besser verstehen, welche sich für Außenstehende nicht unmittelbar erschließen. In Folge der Beobachtungen wurden einzelne Studierende befragt. Zunächst fand eine Beobachtung mit daraufhin folgenden Interviews an den Studieneinführungstagen (STET) im Oktober 2019 an der Universität einer größeren Stadt in Thüringen statt, welche einen groben Ausblick darüber gaben, wo der nächste Teil der Forschung ansetzen könnte. Während der STET waren vor allem Gruppendynamiken zu beobachten. Ebenso fanden ethnographische Interviews nach Spradley (1979) statt. Diese gleichen einem „freundlichen Gespräch“ (ebd.), bei dem die interviewende Person das Gespräch leitet. So sollen sich genauere Hintergründe über die im Feld agierende Person aufklären lassen. Später, einige Wochen nach Semesterbeginn, wurden einzelne Studierende in ihrem Alltag begleitet, um zu sehen, wie sie sich eingelebt hatten und wie sie die Fremdheit zu Beginn, oder vielleicht zu diesem Zeitpunkt noch, erlebten. Hier war es besonders vom Vorteil einen direkten Bezug zu den Studierenden zu haben, ihren Alltag zu sehen und ihr Handeln gegenüber den Kommiliton*innen und in den Lehrveranstaltungen. Die Auswertung der durch die teilnehmende Beobachtung gewonnenen Daten fanden mit Hilfe der Grounded Theory (vgl. Przyborski/ Wohlrab-Sahr 2014) statt. Ein wichtiges Hilfsmittel war dabei das Programm MAXQDA.

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